Erstes Unternehmerforum
Vortragsabend der Sofie & Siegfried Seitz-Stiftung in der Firma Lebensbaum.

Nur eine konsequente Weiterbildung nach einer guten Grundausbildung ist der entscheidende Schlüssel zu Karriere. Doch bisher, schätzte Detlef Wulfetange ein, der wesentlich am Aufbau der Sofie & Siegfried Seitz-Stiftung beteiligt war, die am Montagabend zu einer Vortragsveranstaltung in die Firma Lebensbaum eingeladen hatte, „wird dem Bereich Weiterbildung zu viel Passivität entgegen gebracht. Es git einen bundesdeutschen Ausbildungs-, aber keinen Weiterbildungspakt.“

Auch Ralf-Peter Kürble, Kuratoriumsvorsitzender der Seitz-Stiftung, sieht in der Qualifikation vor allem junger Leute noch Mängel. Eine gute Weiterbildung, um die sich die von Sofie und dem früheren Diepholzer Kaufhaus-Chef Siegfried Seitz gegründete Stiftung bemüht, eröffne ihnen bessere Chancen und diene gleichermaßen den Betrieben. In seiner Einleitung zum Vortrag der Diplom-Betriebswirtin Kerstin Rudolph von Hutner Training und Consulting zum Thema „Kommunikation als strategische Erfolgsposition“ vor geladenen Gästen, zeigt er kurz die Bedeutung der 2002 gegründeten Seitz-Stiftung auf.

Mit einer Selbstdarstellung leitete Kerstin Rudolph ihren Vortrag ei. Sie sei ein „Kind des Einzelhandels“, verriet sie den Zuhörern. Sie habe nach dem Studium in Deutschland und Taipeh als gelernte Einzelhandelskauffrau ihre Diplomarbeit über die Baubranche geschrieben. Seit sechs Jahren sei sie Trainerin und Beraterin sowie in der Kundenbetreuung und im Marketing aktiv.

Ihren Zuhörern insbesondere aus dem Groß- und Einzelhandel - unter ihnen Lebensbaum-Firmenchef Ulrich Walter - verschaffte sie einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten der Kommunikation mit Mitarbeitern. Zu Beginn empfahl sie allen, sich nicht nur wahllos Stichworte zu notiere und ansonsten einen „netten Vortrag“ zu hören, sondern die Stichworte so zu strukturieren, dass sie später einen Nutzen bringen können. Kerstin Rudolph unterstrich die Bedeutung der Kommunikation in einem Betrieb und machte deutlich, dass es wesentlich sei, „Nutzen und Vorteile“ als Geschenke zu verteilen, um Mitarbeiter für sich zu gewinnen.

Dazu bedürfe es eines „aktiven Hinhörens“. Wichtig sei es, möglichst viel in Besprechungen einzubringen und dabei auch auf die Körpersprache der anderen zu achten. Sie sage viel über einen Menschen aus.

Für die Teilnehmer an der Veranstaltung hatte sie eine Arbeitsmappe zur Verfügung gestellt und dort zum einen die Wege zu einer erfolgreichen Kommunikation aufgezeigt, gleichzeitig den Wert einer sinnvollen Fragetechnik aufgelistet und den leitenden Mitarbeitern von Unternehmen nahe gelegt, nicht mit Anerkennung zu sparen.

„Jeder Mensch hat das Grundbedürfnis nach Feedback“, macht sie deutlich. Da reiche ein einfaches Lob meistens nicht aus. Vielmehr sei es sinnvoll „konstruktiv Entwicklungsfelder aufzuzeigen“, positive Auswirkungen zu benennen und Dank auszudrücken. Bedürfe es einer Kritik, sei es sinnvoll, die Situation mit ihren negativen Auswirkungen zu benennen und konkrete Maßnahmen festzulegen.

Ihren Vortrag würzte Kerstin Rudolph mit Beispielen und machte lebhaft vor, wie eine erfolgreiche Kommunikation laufen kann.

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